Es war auch unser gemeinsamer Wunsch, als Pilger in mehrere Klöster zu gehen. Zudem sind wir sehr interessiert an den Ikonen. Es war für uns auch wichtig, dass die Reise stressfrei geplant war und dass wir mit wenig Gepäck unterwegs sein konnten. Daraus entstand folgender Reiseplan: Wir hatten als Basis ein Hotel in Sankt Petersburg. Dort haben wir einen Koffer im Depot gelassen und sind jeweils nach zwei Stationen wieder dorthin zurückgekehrt. Die dreimal zwei Stationen waren:
– Veliki Nowgorod und Iverski Kloster
– Pskow und Petschory Höhlenkloster
– Priosersk und Klosterinsel Valaam.
Die Daten haben wir so gelegt, dass wir an den Festtagen in den Klöstern waren, so zum Beispiel das jährliche Klosterfest im Iverski Kloster am 10. August, der Verklärungstag (Priobrashenije) in Petschory, dies ist der so genannte Apfeltag. In Veliki Novgorod und Pskow haben wir die Museen mit den bedeutenden Ikonensammlungen besucht. Diese beiden Museen sind neben dem Tretjakow Museum die bedeutendsten Ikonen Museen.
Wir hatten kein eigenes Auto, sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gereist und mit Taxis. Mit dabei ein Handy mit russischer Simkarte und die grüne Mir Debit Card. Diese Karte erlaubt kontaktloses Zahlen (sehr üblich), nachdem die westlichen Kreditkarten wegen den Sanktionen nicht mehr funktionieren. Ebenfalls erschwert ist die Hin- und Rückreise: Man muss einen Umweg machen und zB über die Türkei nach Russland fliegen (es gibt auch andere Varianten wie Belgrad, Dubai etc.). Konkret: wir sind um 14:00 Uhr in Basel mit Pegasus abgeflogen und um 4:00 Uhr morgens in Sankt Petersburg angekommen, mit zwei Zwischenlandungen mit nicht allzu langen Wartezeiten.
Die Reise haben wir selbst konzipiert, für die Umsetzung haben wir auf dem Internet eine junge Frau gefunden, Anna, die uns zB konkret Reservation und Bezahlung von Hotels vornahm. Wir hätten das weitgehend auch selbst machen können, jedoch mit ungleich höherem Aufwand. Ihre kompetente und umsichtige Unterstützung war für uns sehr hilfreich. Sie spricht perfekt Deutsch und konnte immer wieder vermitteln. Wir sind ihr für ihre Unterstützung unendlich dankbar. Im Rückblick können wir feststellen, dass diese ganze komplexe Reise praktisch auf die Minute wie geplant umgesetzt werden konnte.